Brandschutztipps Oster- und Brauchtumsfeuer

Durch das Bundesluftreinhaltegesetz vom 18. August 2010, BGBl. Nr. 77/2010, haben
sich hinsichtlich des Verbrennens im Freien weitreichende Änderungen ergeben. Von
einigen wenigen Ausnahmen abgesehen ist das Verbrennen im Freien verboten.

Feuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen sind nur mehr zulässig, wenn
eine entsprechende Verordnung des Landeshauptmannes besteht, die Brauchtumsfeuer
ausdrücklich ermöglicht. Eine solche Verordnung gibt es für Kärnten bereits seit März 2011.

Mit der Kärntner Verbrennungsverbot-Ausnahmenverordnung vom 10. März 2011, LGBl
31/2011, idF vom 16. Juli 2012, LGBl 71/2012, wurde für Brauchtumsfeuer eine Regelung
festgelegt, die deren Abbrennen ermöglicht.

    Konkret sind folgende Brauchtumsfeuer zulässig:
  • 1. Osterfeuer und Fackelschwingen in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag
  • 2. Sonnwend- und Johannisfeuer, in der Zeit von 21. Juni bis 24. Juni
  • 3. 10. Oktober-Feuer in der Nacht von 09. Oktober auf 10. Oktober
  • 4. Georgsfeuer, in der Zeit von 22. April bis 24. April
  • 5. Feuer in den Alpen, am zweiten Samstag im August.

Sämtliche Brauchtumsfeuer sind der zuständigen Gemeinde spätestens zwei Tage vor
dem Abbrennen zu melden und es ist eine verantwortliche Person namhaft zu machen.

Brauchtumsfeuer dürfen auch an dem das Brauchtum begründende vorangehende und
darauffolgende Wochenende abgebrannt werden.

Die Beschickung des Feuers darf ausschließlich mit biogenen Materialien, das sind
unbehandelte Materialien pflanzlicher Herkunft, wie zB. Stroh, Holz, Rebholz, Schilf,
Baumschnitt, Grasschnitt und Laub, erfolgen.

    Hinweis:
  • Zusätzlich zu dieser Verbrennungsverbot-Ausnahmenverordnung ist auch die Kärntner
    Gefahrenpolizei- und Feuerpolizeiordnung zu berücksichtigen.
  • Demnach ist gemäß § 15 Abs. 1 für das Verbrennen im Freien im bebauten Gebiet eine Ausnahmegenehmigung des Bürgermeisters (Bescheid) erforderlich.
  • Außerhalb des bebauten Gebietes ist ein Verbrennen im Freien dann verboten, wenn Verhältnisse vorherrschen, die ein Ausbreiten des Brandes oder die Entwicklung eines Flugbrandes begünstigen.
    Folgende Maßnahmen sind jedenfalls einzuhalten:
  • Der Abstand im Umkreis eines Brauchtumsfeuers ist so zu wählen, dass keine Gefährdung baulicher
    Anlagen oder brennbarer Gegenstände eintreten kann.
  • Die Beschickung des Feuers darf ausschließlich mit biogenen Materialien, das sind unbehandelte
    Materialien pflanzlicher Herkunft, wie z. B. Stroh, Holz, Rebholz, Schilf, Baumschnitt, Grasschnitt und
    Laub, erfolgen.
  • Es ist eine erste Löschhilfe (z. B. leistungsfähiger Wasseranschluss mit Schlauch, entsprechende Anzahl
    tragbarer Feuerlöscher, …) bereitzuhalten.
  • Vor dem Entzünden des Brennmaterialstapels hat sich der für das Brauchtumsfeuer Verantwortliche zu
    vergewissern, dass sich keine Kleintiere, welche sich darin eingenistet bzw. verkrochen haben, befinden.
  • Das Abbrennen darf nur unter ständiger Aufsicht sowie ohne Rauch- und Geruchsbelästigungen
    gegenüber Anrainern erfolgen.
  • Bei Aufkommen von Wind, Niederschlag und Funkenflug sowie bei Verlassen der Feuerstelle ist das
    Feuer zu löschen.
  • Bei drohender Gefahr ist unverzüglich die Feuerwehr „Notruf 122“ zu verständigen!